Bargeld ist der Sonderfall der Sachversicherung: hoher Wert auf kleinem Raum, leicht zu bewegen, schwer nachzuweisen. Die Versicherer behandeln es deshalb mit eigenen Regeln und in der Regel strengen Limits – wer mit Bargeld arbeitet, sollte diese eigene Welt kennen.
Bargeld ist das bevorzugte Ziel von Einbrechern, sein Wert ist ohne Beleg schwer nachzuweisen, und auch das Missbrauchsrisiko ist höher. Die Antwort darauf ist Regelung: Die Deckung besteht in der Regel nur, wenn eigens benannt, die Obergrenze der Entschädigung hängt von der Lagerungsart ab – in der verschlossenen Kasse lässt sich ein kleinerer Betrag aufbewahren, im wandverankerten, geprüften Tresor ein größerer. Die genauen Niveaus legt die jeweilige Bedingung fest; die in der Police zugesagte Lagerungsart muss auch hier in der Praxis tatsächlich funktionieren.
Die praktischen Fragen: Wie viel Wechselgeld und Tageseinnahme befinden sich vor Ladenschluss in der Kasse; wohin kommt das Geld nach Ladenschluss; wie oft geht es zur Bank – und wer bringt es hin? Die tägliche Routine (Kassenleerung, Ablage im Tresor, häufiger Bankgang) hält den Wert innerhalb der Limits und senkt zugleich das Risiko. Die Deckung gegen Raub behandelt das Risiko der Öffnungszeiten – der Geschäft-Artikel und der Gastronomie-Artikel gehen die Frage auch nach Branche durch.
Unter die Bargeld-Logik fallen in der Regel auch Gutscheine, Briefmarken, Wertzeichen – und eine eigene Frage sind Kunstgegenstände, Ausstellungsstücke, edelmetallhaltige Geräte: Diese können eine individuelle Benennung erfordern. Mit der Verbreitung des bargeldlosen Zahlens schrumpft der Bargeldkreis bei vielen Unternehmen – bei der jährlichen Überprüfung lohnt es sich, die Limits an den tatsächlichen Bargeldumsatz anzupassen: kein ungedeckter Spitzenwert, aber auch kein unnötig hoch bezahltes Limit sollte übrig bleiben: jährliche Routine.
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