Die Sachversicherung ist kein „abgeschlossen und erledigt“-Fall, sondern ein System, das jährlich eine Viertelstunde Aufmerksamkeit braucht. Diese Viertelstunde entscheidet, ob der Vertrag im Schadenfall das heutige Unternehmen schützt – oder eines von vor fünf Jahren.
Erste Frage: Stimmen die Summen noch? Gebäude, Maschinen, Warenbestand – zu den heutigen Wiederbeschaffungskosten. Zweite: Was hat sich im Jahresverlauf verändert? Neue Maschine, Erweiterung, neuer Standort, andere Tätigkeit, sprunghaft gestiegener Bestand. Dritte: Folgt der Deckungsumfang dem Betrieb? Werden Maschinenbruch, Elektronikversicherung, ein Element außerhalb der Betriebsstätte gebraucht – oder lässt sich gerade etwas herausnehmen? Vierte: Passt die Selbstbeteiligung noch? Die Belastbarkeit und das Schadenprofil des Unternehmens können sich verändert haben. Die abhakbare Version: Checkliste zur jährlichen Überprüfung.
Das Jahresschreiben bringt zwei wichtige Elemente: die indexierten Summen und den aktuellen Beitrag. Die Indexierung sollte man annehmen – die Pflege der Summen ist die Grundlage des Schutzes. Neben dem Beitrag lohnt es sich, auch den Inhalt einmal im Jahr im Marktvergleich zu sehen: nicht aus einem Wechselzwang heraus, sondern damit die Entscheidung bewusst getroffen wird. Ist der Inhalt des bestehenden Vertrags gut, ist auch das Bleiben eine bewusste Entscheidung – davon handelt der Gedankengang im Artikel wann kein Wechsel nötig ist.
Häufige Ursache für Überraschungen im Schadenfall sind veraltete Summen und nicht gemeldete Veränderungen – die jährliche Viertelstunde verringert dieses Risiko erheblich; die Ausschlüsse und die Anforderungen an den Vermögensschutz verdienen dabei besondere Aufmerksamkeit. Den in den Kalender eintragbaren Ablauf der Jahresroutine liefert der Artikel Jahresroutine; bei der Betriebsbesichtigung erledigen wir diesen Punkt auch gemeinsam.
Das vierte Quartal ist bei Unternehmen ohnehin die Planungszeit – die jährliche Versicherungsrunde fügt sich hier nahtlos ein: Neben dem Budget fürs kommende Jahr entsteht auch das Schutzbild fürs kommende Jahr. Wer die Überprüfung fest im Kalender verankert (jedes Jahr in derselben Woche), für den ist das keine zusätzliche Last, sondern Routine – wie die jährliche Wartung der Maschinen.
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