Wir sagen es klar: Nicht jeder Vertrag muss ausgetauscht werden. Eine inhaltlich gute, gepflegte Police ist ein Wert – auch wenn sie nicht bei mir abgeschlossen wurde. Ziel der Prüfung ist nicht der Wechsel, sondern das klare Bild: was vorhanden ist, was fehlt, was überflüssig ist – die Entscheidung liegt danach beim Kunden.
Wir gleichen Police und Bedingungen mit der Realität ab: Stehen die Versicherungssummen je Vermögensgruppe auf dem heutigen Wert (Unterversicherungs-Test)? Deckt der Deckungsumfang die tatsächlichen Risiken ab (fehlt Glas, Elektronik, Außendeckung)? Passen Selbstbeteiligungen und Limits zur Tragfähigkeit des Unternehmens? Welche Ausschlüsse betreffen die Betriebsstätte konkret? Und sind die Klauseln (Finanzierer!) aktuell? Typischerweise eine halbe Stunde Arbeit – dafür braucht es die Police, die Bedingungen und ein Bild der Betriebsstätte; bei mehreren Standorten oder einem komplexeren Maschinenpark nimmt es mehr Zeit in Anspruch.
Wenn der Inhalt gut ist und die Summen gepflegt sind, dann erfüllt der Vertrag seinen Zweck, und ein Wechsel wäre ein unnötiges Risiko (neue Wartezeiten, mögliche Anschlussfehler, eine verlorene Schadenfreiheitshistorie). In diesem Fall besteht die Aufgabe höchstens in Feinjustierung: den Index im Blick behalten, ein bis zwei fehlende Elemente im bestehenden Rahmen nachrüsten. Auch das ist ein aussprechbares Ergebnis – und häufiger, als man denken würde. Ein billigeres Angebot allein ist kein Wechselgrund: die Falle der billigen Prämie.
Wenn die Prüfung eine inhaltliche Lücke findet, die der bestehende Versicherer nicht schließen kann oder will; wenn der Markt für denselben Inhalt spürbar bessere Konditionen bietet; oder wenn die Erfahrung mit der Schadenregulierung wiederholt schlecht war. In diesem Fall läuft der Wechsel geordnet ab: inhaltlicher Vergleich (Tabelle), lückenlose Anschlussfindung (Timing), ordnungsgemäße Kündigung. Die Entscheidung liegt – auch hier – beim Kunden; meine Aufgabe ist, dass er aus einem klaren Bild heraus entscheiden kann.
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