Wissen · Schadenarten im Detail

Glasbruch: vom Portalglas bis zur Trennwand

Glas ist das zerbrechlichste Vermögen der Betriebsstätte – und moderne Büros und Geschäfte setzen zunehmend mehr Glas ein. Der Glasbruch ist in der Regel eine Zusatzdeckung, deren Umfang und Limit sich von Angebot zu Angebot deutlich unterscheiden.

Kurz gesagt:
  • Der Glasbruch ist in der Regel ein eigenes Deckungselement – kein automatischer Bestandteil jedes Pakets.
  • Die Fragen: welche Gläser (Portal, Trennwand, Oberlicht), bis zu welchem Limit, mit welcher Selbstbeteiligung.
  • Bei einem gemieteten Laden ist zu klären: Fällt das Portalglas in die Deckung des Vermieters oder des Mieters?

Worauf erstreckt sich die Glasdeckung?

Die Glasbruchversicherung entschädigt den Bruch der baulichen Gläser des Gebäudes – Schaufenster, Portal, Fenster, Glaswände, Oberlichter –, in der Regel unabhängig von der Bruchursache. Die Frage ist der Umfang und das Limit: Gehört die innenliegende Glaswand dazu, die Duschkabine im Sozialtrakt, die Glasplatte des Tresens, die Leuchtreklame? In diesen Details unterscheiden sich die Bedingungen – beim Vergleich stellen wir das nebeneinander.

Typische Fälle bei Geschäften und Büros

Ein rückwärts ins Schaufenster fahrendes Auto, ein Ball im Portal, Vandalismus, eine im Sturm aufschlagende Tür – der Glasschaden ist selten hoch, aber immer dringend: Ein offenes Portal darf über Nacht nicht unverglast bleiben. Die Kosten für den provisorischen Verschluss (Verschalung) und die Frage der Schnellverglasung gehören zum Schadenfall; bei Vandalismus kann die Geschichte auch mit der Einbruchdeckung zusammenhängen – siehe Einbruchdiebstahl.

Mietobjekt: Wem gehört das Glas?

Bei einem gemieteten Laden ist das Glas ein typischer Grenzbereich: Das Portal des Gebäudes kann in die Gebäudeversicherung des Eigentümers fallen, doch der Mietvertrag legt den Ersatz häufig dem Mieter auf. Die richtige Antwort ist die Abstimmung beider Verträge: Wer schließt eine Glasbruchdeckung ab, und für welche Gläser? Mehr zu dieser Grenzlinie: Eigene oder gemietete Immobilie.

Vor Vertragsabschluss hilft eine fünfminütige Glas-Inventur – wie viele Quadratmeter, welcher Typ, welche Scheibe die teuerste ist – dabei, das Limit richtig zu bemessen.

Die Glasdeckung ist eine typische Limit-Kategorie: Sie gilt nicht für die gesamte Versicherungssumme, sondern für einen je Scheibe oder je Schaden festgelegten Betrag. Bei Spezialgläsern – gebogenes Portalglas, Sicherheitsfolie, mit elektrischer Verschattung integrierte Konstruktionen – können die Ersatzkosten überraschend hoch sein; ist so etwas an der Betriebsstätte vorhanden, sollte das Limit daran angepasst werden, nicht am Standardwert.

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Dieser Artikel hat informativen Charakter und enthält allgemeine Informationen; er stellt kein Angebot und keine Versicherungsberatung dar. Der genaue Inhalt der Versicherungsverträge wird durch die jeweils aktuellen Vertragsbedingungen der Versicherer bestimmt.

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