Wissen · Schadenarten im Detail

Leitungswasserschaden: der häufigste Alltagsschaden

Der Leitungswasserschaden ist nicht spektakulär, aber häufig: ein überaltertes Rohr, eine verrutschte Dichtung, eine eingefrorene Leitung – und schon steht das Parkett im Büro, das unterste Regal im Lager, der Boden des Serverraums unter Wasser. Er gehört zur Grunddeckung, auch hier zählen die Details.

Kurz gesagt:
  • Der Kern der Deckung: der Schaden durch Wasser, das infolge von Bruch oder Riss von Leitungen und Armaturen austritt.
  • Fragen Sie nach: Sind die Kosten für Freilegung und Wiederherstellung enthalten, und mit welchem Limit?
  • Vorbeugung kostet fast nichts: Routine beim Haupthahn, Frostschutz, das Hochstellen wasserempfindlicher Ware auf Regale.

Was ist gedeckt – und was nicht?

Die Leitungswasserschadendeckung entschädigt Schäden durch Wasser, das aus den Wasserleitungen, der Heizungsanlage oder den angeschlossenen Armaturen der Betriebsstätte austritt: durchnässte Beläge, Einrichtung, Warenbestand. In der Regel nicht dazu gehören die allmähliche Durchfeuchtung infolge unterlassener Wartung, der offen gelassene Wasserhahn, und eine eigene Frage ist der Bereich technischer Leitungen (etwa Kühlkreisläufe) – darauf gibt die Bedingung und bei Bedarf eine Zusatzdeckung Antwort.

Die Kosten für die Freilegung des defekten Rohrs und die Wiederherstellung des Belags sind je nach Versicherer unterschiedlich geregelt, häufig mit Limits – beim Vergleich ist das ein typischer Unterschiedspunkt.

Warum trifft das Unternehmen härter?

Weil Wasser nicht wählerisch ist: die unterste Palettenreihe im Lager, die auf dem Boden gelagerten Kartons, der Serverschrank im Büro – sie alle sind Opfer der ersten Zentimeter. Die Platzierung wasserempfindlichen Warenbestands (Palette, Regal, Sockel) ist deshalb nicht nur eine vernünftige Lagerregel, sondern häufig auch eine Versicherungsbedingung. Mehr zu den Lagerregeln: Warenbestandswert und Lagerung.

Wenn es passiert ist: schnelle Runde, richtige Reihenfolge

Haupthahn zu, Strom in der nassen Zone abschalten, Fotos, dann Meldung über die Schadenhotline oder das Online-Portal des Versicherers. Die Schadenminderung – aufwischen, trocknen, die Ware retten – ist auch eine Pflicht; über die geretteten und die beschädigten Positionen sollten eine Liste und Fotos erstellt werden. Der vollständige Ablauf: Wasserschaden an der Betriebsstätte.

Vorbeugung: die klügste Versicherung

Eine Routine, den Haupthahn bei längerem Stillstand zu schließen, Frostschutz in unbeheizten Räumen, der planmäßige Austausch überalterter Abschnitte, ein Wassermelder an kritischen Stellen (Serverraum, Archiv). Diese Schritte beugen dem Schaden vor – die Versicherung wiederum deckt das, was trotz aller Sorgfalt dennoch eintritt. Beides zusammen gibt Sicherheit: davon handelt der Artikel Schadenverhütung an der Betriebsstätte.

Die Selbstbeteiligung verdient hier besondere Aufmerksamkeit: Der Wasserschaden ist der häufigste, aber im Durchschnitt der betragsmäßig kleinere Schaden, deshalb kann eine hohe Selbstbeteiligung gerade diese Deckung aushöhlen – während eine sehr niedrige Selbstbeteiligung sich auf der Prämienseite bemerkbar macht. Das richtige Gleichgewicht ist unternehmensabhängig; der Artikel Selbstbeteiligung – die Logik dahinter gibt hier einen Anhaltspunkt.

Eine Frage speziell zu Ihrer Betriebsstätte? Buchen Sie ein 20-minütiges, kostenfreies Beratungsgespräch zur Betriebsbesichtigung →

Dieser Artikel hat informativen Charakter und enthält allgemeine Informationen; er stellt kein Angebot und keine Versicherungsberatung dar. Der genaue Inhalt der Versicherungsverträge wird durch die jeweils aktuellen Vertragsbedingungen der Versicherer bestimmt.

Verwandte Artikel

Lassen Sie uns in 20 Minuten besprechen, was in Ihrer Betriebsstätte vorhanden ist – und was in Ihrer Police fehlt.

20 Minuten kostenfreies Gespräch, unverbindlich – am Ende kennen Sie genau Ihre Möglichkeiten und den nächsten Schritt.

Termin vereinbaren