Wissen · Schadenfälle

Wasserschaden am Standort: Die erste Stunde entscheidet über den Schaden

Wasser ist der sich am schnellsten ausbreitende Schaden: Es findet in Minuten den Weg zu den unteren Regalen des Lagers, zum Büroboden, zum Serverschrank. Die Wasserschadenregulierung dreht sich deshalb um die erste Stunde – der Rest ist nur noch Verwaltung.

Kurz gesagt:
  • Erste Handgriffe: Haupthahn zu, Strom aus in der nassen Zone – danach Rettungsmaßnahmen.
  • Zu den geretteten und den beschädigten Positionen gehören Liste und Foto – nasse Ware darf nicht ohne Dokumentation verschwinden.
  • Meldung über die Schadenhotline des Versicherers; die Kosten von Trocknung und Instandsetzung stimmen Sie mit dem Schadengutachter ab.

Die erste Stunde

Haupthahn zudrehen, die nasse Zone stromlos schalten, dann Rettungsmaßnahmen: Ware auf Paletten oder Regale heben, Maschinen abdecken, aufwischen. Fotografieren Sie auch während der Arbeit – auch die Schritte der Schadenminderung sind zu dokumentieren. Beauftragen Sie die unaufschiebbare Facharbeit (Rohrreinigung, Rohrreparatur), und heben Sie Arbeitsschein und Rechnung auf: Das Dokument der Fehlerfeststellung ist im Schadenfall zugleich ein Beweismittel – was ist wo und warum kaputtgegangen.

Die Falle der nassen Ware

Über das Schicksal von nasser Pappe, feuchtem Textil, durchnässter Elektronik wird schnell entschieden – doch die Verschrottung ohne Dokumentation kann auch die Entschädigung zunichtemachen. Die richtige Reihenfolge: Liste der beschädigten Positionen, Foto zu jeder Position (oder Positionsgruppe), und Verschrottung nur in Abstimmung mit dem Versicherer oder zumindest mit vollständiger Dokumentation. Die Warenbestandsführung und die Einkaufsrechnungen belegen hier den Wert – und die Lagerungshinweise im Warenbestands-Artikel senken die Anfälligkeit von vornherein.

Trocknung, Instandsetzung, Lehren

Die Kosten von Trocknung und Instandsetzung können Teil des Schadenfalls sein – stimmen Sie größere Arbeiten vor der Beauftragung mit dem Schadengutachter ab. Die mit Belagöffnung verbundene Freilegung ist eine eigene Frage: Was die Bedingung deckt, legt sie fest – die Details der Wasserschadendeckung. Und zur Lehre daraus: Wäre der Schaden vermeidbar gewesen (überalterte Leitung, fehlender Frostschutz), lohnt es sich, zusammen mit der Instandsetzung auch die Vorbeugung zu regeln – beim nächsten Schaden kann das bereits eine Bedingungsfrage sein: Schadenprävention.

Der verdeckte Folgeschaden ist die Besonderheit des Wasserschadens: Feuchtigkeit, die in der Wand bleibt, kann sich Wochen später als Schimmel oder als Ablösen des Belags zeigen. Schließen Sie den Schadenfall deshalb nicht voreilig ab: Vergewissern Sie sich vor der Einigung, dass die Trocknung wirklich abgeschlossen ist – im Streitfall dokumentiert eine Feuchtigkeitsmessung den Zustand.

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Dieser Artikel hat informativen Charakter und enthält allgemeine Informationen; er stellt kein Angebot und keine Versicherungsberatung dar. Der genaue Inhalt der Versicherungsverträge wird durch die jeweils aktuellen Vertragsbedingungen der Versicherer bestimmt.

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