Wissen · Wert und Summe

Maschinen und Einrichtung: Inventar und Wertliste, die auch im Schadenfall standhält

Die Stärke der Vermögensgruppe Maschinen und Einrichtung liegt in der Liste: Was befindet sich auf der Betriebsstätte, und wofür ließe es sich heute ersetzen? Ein gutes Inventar liefert bei Vertragsabschluss die richtige Summe, im Schadenfall den Nachweis – doppelter Nutzen aus einer einzigen Tabelle.

Kurz gesagt:
  • Grundlage des Inventars kann das Anlagenverzeichnis sein – es muss aber auf den Versicherungswert (heutigen Wiederbeschaffungspreis) umgerechnet werden.
  • Die Liste dient im Schadenfall als Nachweis: was vorhanden war, in welchem Zustand, zu welchem Wert.
  • Sie ist jährlich zu aktualisieren – neue Maschine, ausgeschiedenes Anlagegut, Preisänderung: Ohne das wächst die Unterversicherung im Stillen.

Was gehört auf die Liste?

Alles, womit das Unternehmen arbeitet: Produktionsmaschinen, Werkstatt- und Lagertechnik (Gabelstapler innerhalb der Betriebsstätte), Büroausstattung, Mobiliar, Werkzeugbestände – und die leicht vergessenen Posten: Klimaanlage, Kompressor, Kamerasystem, eingebaute Kleingeräte. Geringwertige, aber in großer Zahl vorhandene Gegenstände (Handwerkzeug, IT-Zubehör) können auch gruppenweise aufgenommen werden. Der Leitgedanke: Stünde die Betriebsstätte morgen leer, was müsste neu gekauft werden?

Zu welchem Wert?

Das Versicherungsinventar sucht den heutigen Wiederbeschaffungspreis: Was würde heute dasselbe oder ein funktionsgleiches neues Gerät kosten? Auch der bilanzielle Restbuchwert führt hier in die Irre – der Ersatz einer auf null abgeschriebenen, aber laufenden Maschine kostet nicht null. Um die Entscheidung Neuwert oder Zeitwert geht es im Artikel zu den Bewertungsmethoden; entscheidend ist, dass Liste und Police derselben Logik folgen.

Die Methode: einmal gründlich, dann laufend gepflegt

Erste Runde: Export der Anlagenliste, ergänzt um reale, aber nicht auf der Liste geführte Gegenstände. Zweite Runde: Zuordnung des Wiederbeschaffungspreises – bei größeren Posten Angebot oder Listenpreis, bei kleinen eine Schätzung. Dritte Runde: Kennzeichnung der betriebskritischen Maschinen – hier stellt sich die Frage nach dem Maschinenbruch-Baustein und der Elektronikversicherung. Die jährliche Aktualisierung der fertigen Liste ist dann nur noch eine Viertelstunde: Neuanschaffungen rein, ausgeschiedene Gegenstände raus.

Ein ausfüllbares Gerüst liefert die Vorlage für die Betriebsstätten-Inventur – samt Reiter für den Maschinenpark.

Und ein praktischer Kniff: Zum Inventar lohnt sich auch eine Fotoserie – je Maschinenraum ein Gesamtbild, von den Schlüsselmaschinen eine Nahaufnahme mit Typenschild. Zehn Minuten mit dem Handy, und im Schadenfall Gold wert: Sie belegt Zustand, Vorhandensein und Identität zugleich. Die Fotoserie kann jährlich zusammen mit dem Inventar aktualisiert werden – in derselben Viertelstunde.

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Dieser Artikel hat informativen Charakter und enthält allgemeine Informationen; er stellt kein Angebot und keine Versicherungsberatung dar. Der genaue Inhalt der Versicherungsverträge wird durch die jeweils aktuellen Vertragsbedingungen der Versicherer bestimmt.

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