Das Büro gilt als der „ruhige“ Betriebsstättentyp – keine feuergefährliche Technologie, kein großer Warenbestand. Die Praxis ist differenzierter: Das Vermögen der Büros steckt im IT-Park, im Mieterausbau und in der Einrichtung, die Schäden kommen dagegen von Wasser, Glas und Einbruch.
Das Gebäude ist häufig gemietet, deshalb bestehen die zwei großen Vermögensposten auf Unternehmensseite aus der Einrichtung (Mobiliar, Technik, IT) und dem Mieterausbau – den ins Büro eingebauten Glaswänden, Böden, der Beleuchtung, dem Netzwerk. Letzterer ist der am häufigsten fehlende Posten: Rechtlich wird er Teil des Gebäudes, in der Versicherungssumme des Eigentümers taucht er trotzdem nicht auf – die Abgrenzung erläutert der Beitrag zur Untervermietung. Der Wert des IT-Parks ändert sich zudem schnell: Wie aktuell die Liste ist, ist hier entscheidend – Maschinen-Inventar.
An der Spitze: Leitungswasserschaden (vom Wassereintritt im Obergeschoss bis zur Überflutung des Serverraums), Glasbruch (Eingangsportal, Glaswände), Einbruch (Ziel: Laptops, Bildschirme) und der durch Überspannung verursachte Elektronikschaden. Feuer ist seltener, aber auch im Büro real – Steckdosenleisten, Teeküche, Serverschrank. Der Deckungsschwerpunkt lautet daher: ein starkes Wasserschaden- und Glaselement, ein an das Schutzniveau angepasster Einbruchschutz (übliche Anforderungen) und ein zu erwägender Elektronikschutz.
Das Büroleben ist heute hybrid: Die Hälfte der Laptops befindet sich an jedem beliebigen Tag bei den Kolleginnen und Kollegen. Der Deckungsschutz der Betriebsstätte erstreckt sich in der Regel nicht darauf – der Homeoffice-Beitrag und der Beitrag zu Geräten außerhalb der Betriebsstätte zeigen die Lösungen. Die Bürobesichtigung zeichnet deshalb heute auch den Weg der Geräte nach: was im Haus ist, was unterwegs ist, was wo übernachtet.
Eine Bürobesichtigung ist meist die kürzeste – und ihre häufigste Erkenntnis betrifft genau die zwei „unsichtbaren“ Posten: den Mieterausbau und die mobile IT.
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